NEWS - 30.10.18

SALON – Interview mit Philipp Hoflehner

»Stilvolle Spannung im Raum begeistert uns sehr.«

Für die Sommerausgabe 2018 des ›New Art Magazine‹ Salon wurde Creative Director Philipp Hoflehner zu seinen Ansichten über die Zeitlosigkeit von gutem Design und die Verbindung von Kunst und Interior Design befragt.

In East Hampton kennt er sich aus. In diesem Stilparadies auf Long Island und in New York hat er gearbeitet, Cy Twombly und Lucio Fontana schätzt er sehr, und nach einer beruflichen Zwischenstation in Zürich ist er seit ein paar Jahren Creative Director und Partner bei dem internationalen Interiordesign-Studio Bernd Gruber in Kitzbühel. Wir haben mit dem Oberösterreicher Philipp Hoflehner über Handwerk und Kunst gesprochen.


MF – Passt sich Design der Zeit an?

BG – Design hat einen Zeitstempel und ist oftmals kurzlebig. Wir arbeiten als Innenarchitekten an einem Interiormix und versuchen Zeitlosigkeit zu erreichen, indem wir die richtigen Elemente zusammenfügen und so eine stilvolle Atmosphäre schaffen. Jeder Entwurf von uns besteht zu einem Teil aus der Idee des Bauherrn und zum anderen aus unserem Input. Der Ort spielt dabei natürlich auch eine entscheidende Rolle. Eine Stadtvilla in London wird anders geplant als ein Chalet in Kitzbühel.

MF – Wen erreichen Sie lieber - den Bauherrn mit einem 900-Quadratmeter-Haus oder einen Medizinstudenten mit 33-Quadratmeter-Apartment?

BG – Wir arbeiten aktuelll an sehr großen Häusern, aber auch kleinere Projekte sind inspirierend. Uns ist wichtig, dass es ein spannendes Projekt ist, das vor allem Kreativität zulässt. Ich möchte mich dabei nicht auf die Quadratmetergröße fokussieren - für uns ist entscheidend, ob wir uns entfalten können und Vertrauen für unsere Krativität vom Bauherren erhalten.

MF – Gab es einen Bauherren, der sich eine Einrichtung um seine 300 Werke umfassende Kunstsammlung planen hat lassen?

BG – Kunst ist fast immer Bestandteil unserer Planungen, da ihre Kraft in Räumen unvergleichlich ist. Wir hatten aber noch keinen Bauherrn, der uns um seine große Sammlung hat planen lassen. Das würde mich sehr interessieren, sich der Kunst über die Interiorplanung zu nähern.

MF – Was halten Sie von einer alten französischen Kommode aus dem 17. Jahrhundert und darüber ein Baselitz - oder aber eine moderne Kommode in Verbindung mit einem Alten Meister?

BG – Großartige Kombination. Wir versuchen bei unseren Planungen eine Balance zwischen den Materialitäten zu finden, und genau das ist es auch bei den unterschiedlichen Kunstrichtungen. Stilvolle Spannung om Raum begeister uns sehr.  

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